Die drei Pyramiden von Gizeh in der Wüste unter blauem Himmel, vorne die drei kleinen Königinnenpyramiden.

Gizeh · Kairo · Ägypten

Die Pyramiden von Gizeh.
Das letzte Weltwunder.

Drei Pyramiden am Rand der Wüste, die größte 4.500 Jahre alt und 3.800 Jahre lang das höchste Bauwerk der Welt, davor die Sphinx mit dem Gesicht eines Königs: Gizeh ist das einzige der sieben Weltwunder der Antike, das noch steht. Hier findest du alles für deine Reise: die Geschichte von der Baustelle des Cheops bis zu Napoleons Gelehrten, Tickets und Eintritt mit der Frage „Cheops innen?“ und dem Grand Egyptian Museum, die Anreise ab Kairo, die Hitze, und einen eigenen Plan des Plateaus.

2560v. Chr.
Erbaut um 2560 v. Chr.UNESCO-Welterbe seit 1979
Echtes Foto · Blick vom Wüstenrand im Süden
Gebaut für drei Könige, geplündert von Kalifen, vermessen von Gelehrten.

Die Pyramiden stehen auf dem Plateau von Gizeh am Westrand Kairos, 13 Kilometer vom Zentrum. Cheops ließ die Große Pyramide um 2560 v. Chr. bauen, 146,6 Meter hoch aus rund 2,3 Millionen Blöcken, in gut 20 Jahren mit 20.000 bis 30.000 Arbeitern; sein Sohn Chephren und sein Enkel Mykerinos folgten, dazu die Sphinx. Die weiße Verkleidung aus Tura-Kalkstein wurde nach dem Erdbeben von 1303 abgetragen, unter anderem 1356 für Moscheen in Kairo. Am 21. Juli 1798 schlug Napoleon die Mamluken in Sichtweite, und seine Gelehrten vermaßen die Pyramiden. Seit 1979 Welterbe, seit 2025 mit neuem Eingang und Elektrobussen, seit November 2025 mit dem Grand Egyptian Museum nebenan. Quelle: UNESCO

Vier Wege auf das Plateau

Verstehen, planen,
zurechtfinden

Gizeh in Kürze

Gizeh in Kürze

Wo liegen die Pyramiden von Gizeh?

In Ägypten, auf dem Plateau von Gizeh am Rand der Westwüste, rund 13 Kilometer südwestlich des Kairoer Zentrums und 9 Kilometer westlich des Nils; die Stadt reicht heute bis an den Fuß des Plateaus. Der Haupteingang liegt seit 2025 an der Fayoum-Straße im Süden, das Grand Egyptian Museum zwei Kilometer nördlich.

Wann wurden die Pyramiden gebaut?

In der 4. Dynastie des Alten Reiches, etwa zwischen 2600 und 2500 v. Chr. Die Cheops-Pyramide entstand um 2560 v. Chr. in der Regierungszeit des Cheops (ca. 2589–2566), die des Chephren um 2550, die des Mykerinos um 2500. Sie sind also rund 4.500 Jahre alt.

Wer baute die Pyramiden?

Nicht Sklaven, sondern ägyptische Arbeiter im Dienst des Königs: nach heutiger Schätzung 20.000 bis 30.000 Menschen, die in Mannschaften Kalkstein aus dem Plateau brachen, Verkleidungsstein aus Tura über den Nil und Granit aus Assuan heranschafften und die Blöcke über Rampen versetzten. Ihre Siedlung und ihr Friedhof liegen südlich der Sphinx; die Cheops-Pyramide brauchte gut 20 Jahre.

Wie hoch ist die Cheops-Pyramide?

Ursprünglich 146,6 Meter, heute ohne Spitze und Verkleidung 138,5 Meter, bei einer Seitenlänge von 230 Metern; 3.800 Jahre lang war sie das höchste Bauwerk der Welt. Die Chephren-Pyramide misst 136,4 Meter (ursprünglich 143,5) und wirkt höher, weil sie höher steht; die Mykerinos-Pyramide 61 Meter. Die Sphinx ist 73 Meter lang und 20 Meter hoch.

Warum fehlt die weiße Verkleidung?

Alle drei Pyramiden waren mit glattem, weißem Kalkstein aus Tura verkleidet, der in der Sonne leuchtete. Das Erdbeben von 1303 lockerte die Steine, und in den folgenden Jahrzehnten wurden sie abgetragen, unter anderem 1356 für die Sultan-Hassan-Moschee in Kairo. Nur an der Spitze des Chephren sitzt der Rest noch; die Cheops-Pyramide zeigt seither ihre Stufen aus Kernstein.

Wie kommt man zu den Pyramiden?

Ab Kairo mit Uber oder Careem zum Besucherzentrum an der Fayoum-Straße, je nach Verkehr 45 bis 90 Minuten; die Metro endet in Giza, fünf bis acht Kilometer entfernt. Das Plateau öffnet um 7 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr; drinnen fahren Elektrobusse. Das Plateau-Ticket kostet 700 EGP, die Cheops-Pyramide innen 1.000 extra, das Grand Egyptian Museum 1.500 mit Ticket bei tickets.gem.eg.

Der Blick über den Nil hinaus

Zur selben
Zeit, anderswo.

Als Cheops um 2560 v. Chr. seine Pyramide bauen ließ, gab es Rom, Athen und Angkor noch nicht, und in Mesopotamien schrieben die Sumerer auf Ton. Alles andere auf dieser Karte ist jünger. Zieh den Zeiger und entdecke die anderen Stätten.

Pompeji100 v. Chr. – 79 n. Chr.
  • 100 v. Chr. – 79 n. Chr. Die bewohnte Stadt
Herculaneum600 v. Chr. – 79 n. Chr.
  • 600 v. Chr. – 90 v. Chr. Vor Rom
  • 89 v. Chr. – 61 n. Chr. Römisches Municipium
  • 62 n. Chr. – 78 n. Chr. Nach dem Erdbeben
  • 79 n. Chr. – 79 n. Chr. Der Untergang
Kolosseum500 v. Chr. – 1500 n. Chr.
  • 500 v. Chr. – 200 v. Chr. Das Forum der Republik
  • 199 v. Chr. – 1 v. Chr. Villen am Palatin
  • 1 n. Chr. – 79 n. Chr. Neros See im Tal
  • 80 n. Chr. – 437 n. Chr. Das Amphitheater in Betrieb
  • 438 n. Chr. – 599 n. Chr. Letzte Spiele
  • 600 n. Chr. – 1348 n. Chr. Festung, Werkstatt, Steinbruch
  • 1349 n. Chr. – 1500 n. Chr. Nach dem Erdbeben von 1349
Akropolis600 v. Chr. – 1000 n. Chr.
  • 600 v. Chr. – 481 v. Chr. Noch ohne den Parthenon
  • 480 v. Chr. – 448 v. Chr. Nach der persischen Zerstörung
  • 447 v. Chr. – 433 v. Chr. Ein Monument entsteht
  • 432 v. Chr. – 399 n. Chr. Das klassische Ensemble
  • 400 n. Chr. – 1000 n. Chr. Andere Nutzungen, derselbe Felsen
Ephesos300 v. Chr. – 800 n. Chr.
  • 300 v. Chr. – 1 v. Chr. Der hellenistische Stadtrahmen
  • 1 n. Chr. – 149 n. Chr. Römisches Wohnen
  • 150 n. Chr. – 269 n. Chr. Die Zeit der Bibliothek
  • 270 n. Chr. – 800 n. Chr. Ein Bau bekommt eine neue Rolle
Teotihuacán1 n. Chr. – 700 n. Chr.
  • 1 n. Chr. – 149 n. Chr. Die Stadt wächst
  • 150 n. Chr. – 249 n. Chr. Eine Achse für die Stadt
  • 250 n. Chr. – 599 n. Chr. Leben zwischen den Monumenten
  • 600 n. Chr. – 700 n. Chr. Das Zentrum im Umbruch
Tikal600 v. Chr. – 950 n. Chr.
  • 600 v. Chr. – 199 n. Chr. Vor den großen Tempeln
  • 200 n. Chr. – 694 n. Chr. Eine Stadt der klassischen Maya
  • 695 n. Chr. – 733 n. Chr. Nach dem Sieg über Calakmul
  • 734 n. Chr. – 799 n. Chr. Monument und Erinnerung
  • 800 n. Chr. – 950 n. Chr. Eine urbane Welt im Wandel
Pyramiden von Gizeh600 v. Chr. – 1400 n. Chr.
  • 600 v. Chr. – 31 v. Chr. Reisende der Antike
  • 30 v. Chr. – 640 n. Chr. Römische Provinz
  • 641 n. Chr. – 1400 n. Chr. Steinbruch für Kairo
Chichén Itzá600 n. Chr. – 1250 n. Chr.
  • 600 n. Chr. – 849 n. Chr. Das alte Chichén
  • 850 n. Chr. – 899 n. Chr. Zwischen zwei Städten
  • 900 n. Chr. – 1049 n. Chr. Die Blüte der neuen Stadt
  • 1050 n. Chr. – 1199 n. Chr. Nach dem Fall
  • 1200 n. Chr. – 1250 n. Chr. Die Zeit Mayapáns
Machu Picchu1400 n. Chr. – 1572 n. Chr.
  • 1400 n. Chr. – 1419 n. Chr. Vor dem Landgut
  • 1420 n. Chr. – 1532 n. Chr. Das Landgut Pachacutis
  • 1533 n. Chr. – 1572 n. Chr. Nach der Eroberung
Angkor Wat800 n. Chr. – 1500 n. Chr.
  • 800 n. Chr. – 1112 n. Chr. Vor Angkor Wat
  • 1113 n. Chr. – 1150 n. Chr. Ein Tempel entsteht
  • 1151 n. Chr. – 1180 n. Chr. Nach dem Bauherrn
  • 1181 n. Chr. – 1295 n. Chr. Die Zeit Jayavarmans VII. und danach
  • 1296 n. Chr. – 1350 n. Chr. Zhou Daguans Angkor
  • 1351 n. Chr. – 1430 n. Chr. Dürren und Monsun
  • 1431 n. Chr. – 1500 n. Chr. Die Hauptstadt zieht weiter

Die Bänder zeigen redaktionelle Zeitfenster unserer Geschichten, keine vollständigen Siedlungsgeschichten. Phasengrenzen ordnen die Erzählung; nicht jede Veränderung lässt sich auf ein Jahr datieren. Fotos zeigen den erhaltenen Zustand, nicht das gewählte Jahr. Heutige Küsten dienen zur Orientierung.

Vom Bildschirm auf das Plateau

Die Pyramiden selbst erleben

Das Plateau öffnet um 7 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr; das Ticket kostet 700 EGP, die Cheops-Pyramide innen 1.000 extra, online bei egymonuments.com oder mit Karte an der Kasse. Das Grand Egyptian Museum kostet 1.500 EGP, nur online bei tickets.gem.eg. Touren ab Kairo bündeln Transfer, Guide und beide Orte an einem Tag; wer allein kommt, nimmt den ersten Elektrobus zur Cheops-Pyramide und hat das Plateau eine Stunde lang fast für sich.

Werbelink: Bei einer Buchung über GetYourGuide können wir eine Provision erhalten. Die historische Darstellung bleibt davon unabhängig.

Quellen und Einordnung

Die Angaben auf dieser Übersichtsseite stützen sich auf die UNESCO, das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer, das Grand Egyptian Museum und die Forschungsliteratur, wie sie Wikipedia und Wikidata zusammenfassen; die Unterseiten nennen ihre Quellen jeweils am Inhalt.

  1. UNESCO: Memphis and its Necropolis, the Pyramid Fields from Giza to Dahshur (Welterbe 1979)
  2. Ministry of Tourism and Antiquities: Giza Plateau (4. Dynastie, Cheops ca. 2589–2566, Plateau-Ticket 700 EGP, Öffnungszeiten)
  3. Ministry of Tourism and Antiquities: The Great Pyramid (146,5 m, innen 1.000 EGP)
  4. egymonuments.com: E-Ticket Giza plateau
  5. Grand Egyptian Museum: offizielle Ticketseite (1.500 EGP)
  6. Wikipedia: Giza pyramid complex (Lage 13 km, 20.000–30.000 Arbeiter, Sphinx)
  7. Wikipedia: Great Pyramid of Giza (146,6/138,5 m, 2,3 Mio. Blöcke, Verkleidung 1356 für Kairo)
  8. Wikipedia: Battle of the Pyramids (21.07.1798)
  9. Wikidata Q12508
Bilder und Nutzungsrechte

Blick vom Wüstenrand im Süden auf die drei Pyramiden mit den Königinnenpyramiden: Foto Ricardo Liberato, 2006, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons. Karte: eigener Plan auf Basis von OpenStreetMap-Daten (ODbL).

Angkor Wat von Westen über den Lotusteich, aufgenommen am 10. Dezember 2019. Balon Greyjoy / Wikimedia Commons · CC0 1.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Die Kukulcán-Pyramide (El Castillo) in Chichén Itzá, Nordseite mit der restaurierten Treppe, gesehen von der Großen Plattform. Aufnahme vom 31. Mai 2013. Arian Zwegers / Wikimedia Commons · CC BY 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Die Pyramiden von Gizeh von Süden aus der Wüste: vorne die Mykerinos-Pyramide mit den drei Königinnenpyramiden, dahinter Chephren mit dem Rest der Verkleidung an der Spitze, rechts die Cheops-Pyramide. Aufnahme vom 19. Juni 2006. Ricardo Liberato / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0. Auf 3:2 beschnitten (wenige Pixel am Rand), auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Die Ausgrabung von Herculaneum von der Zugangsrampe aus: unten die Bootshäuser am antiken Strand, darüber die Terrasse des Marcus Nonius Balbus, die Stadt und der Vesuv; oben das heutige Ercolano. Aufnahme vom 27. März 2023. Diego Delso / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Blick vom oberen Zuschauerrang in das Kolosseum: freigelegtes Hypogäum, der teilweise rekonstruierte Arenaboden und die gegenüberliegenden Ränge. Aufnahme vom 15. September 2022. Diego Delso / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Machu Picchu von den oberen Terrassen nahe der Wächterhütte: der Hauptplatz mit dem einzelnen Baum, links der Tempelbezirk, rechts die Wohnviertel, dahinter der Huayna Picchu. Aufnahme vom 27. Juni 2009 im Abendlicht. Martin St-Amant (S23678) / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0. Auf 3:2 beschnitten (Himmel oben gekürzt), auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Blick vom Pnyx auf die Akropolis von Athen mit dem Parthenon, aufgenommen am 20. Mai 2020. George E. Koronaios / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Die Fassade der Celsus-Bibliothek in Ephesos, Türkei, aufgenommen am 8. April 2015. Carole Raddato / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Tempel I an der Großen Plaza von Tikal, Guatemala. Aufnahme vom 26. Juni 2015. Kaldari / Wikimedia Commons · CC0 1.0. Auf maximal 1600 Pixel Kantenlänge verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Blick über die Straße der Toten in Teotihuacán: rechts die Sonnenpyramide, am Ende der Achse die Mondpyramide. Aufnahme vom 27. Dezember 2017. Ralibreros112 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf maximal 1600 Pixel Kantenlänge verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Die Große Plaza von Tikal mit Tempel I, gesehen von Tempel II; links die Treppe der Nordakropolis, rechts die Zentralakropolis. Aufnahme vom 21. Juli 2010. Mario Bollini / Wikimedia Commons · CC BY 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.

Natural Earth / world-atlas · Licences