
Yucatán · Mexiko · Nördliches Maya-Tiefland
Chichén Itzá.
Die Stadt am Brunnen.
Eine Pyramide mit 365 Stufen, der größte Ballspielplatz Mesoamerikas, eine Cenote, in die Jahrhunderte lang Opfer geworfen wurden: Chichén Itzá ist die meistbesuchte Maya-Stadt und eine der am wenigsten verstandenen. Hier findest du alles für deine Reise: die Geschichte von zwei Städten an einem Ort, Tickets und Eintritt mit den Regeln für Sonntag und Äquinoktium, die Anreise ab Cancún, Mérida und Valladolid, einen eigenen Plan der Stätte.
Chichén Itzá liegt im Norden der Halbinsel Yucatán, 115 Kilometer östlich von Mérida und 200 Kilometer westlich von Cancún. Der Name bedeutet nach dem INAH „am Rand des Brunnens der Itzá“ und meint die Cenoten, die hier den Zugang zum Grundwasser öffnen. Die älteren Bauten im Süden gehören dem Puuc-Stil des 7. bis 9. Jahrhunderts, die Kukulcán-Pyramide, der Große Ballspielplatz und der Kriegertempel einer neuen Stadt um 900 bis 1050, die Maya-Tradition und zentralmexikanische Formen verband. Seit 1988 gehört Chichén Itzá zum UNESCO-Welterbe. Quelle: UNESCO
Vier Wege in die Stadt
Verstehen, planen,
zurechtfinden
01KI-Vision1000Die Kukulcán-PyramideVon der bemalten Plattform um 1000 über die verlassene Stadt, die Pilger an der Cenote, Stephens und Catherwood 1842 und die Ausgrabung der 1920er bis heute: die Zeitreise vor El Castillo.Zeitreise starten
02Echtes Foto600–1250Die GeschichteVom alten Chichén im Puuc-Stil über die Blüte auf der großen Plattform bis zum Fall der Stadt und den Pilgern an der Cenote.Geschichte lesen
03Geprüft 25.09.20262026Tickets & Eintritt697 Pesos für ausländische Gäste, ein Ticket für Bund und Land, sonntags frei nur für Mexikaner, Tren Maya und Bus ab Cancún, Äquinoktium.Besuch planen
04Eigener Plan19 OrteDie KartePlan der Stätte mit El Castillo, Ballspielplatz, Heiliger Cenote, Alt-Chichén, Eingang, Museum und Parkplätzen.Karte öffnen Chichén Itzá in Kürze
Chichén Itzá in Kürze
Wo liegt Chichén Itzá?
Im Norden der Halbinsel Yucatán in Mexiko, 115 Kilometer östlich von Mérida, 45 Kilometer westlich von Valladolid und rund 200 Kilometer westlich von Cancún, zwei Kilometer östlich des Dorfes Pisté. Der Tren Maya hält in Pisté; von dort fährt ein Zubringer zur Stätte.
Wann wurde Chichén Itzá gebaut?
In zwei Phasen: Die Bauten im Puuc-Stil, Las Monjas, die Iglesia und Akab Dzib, entstanden etwa 600 bis 850. Die Kukulcán-Pyramide, der Große Ballspielplatz und der Kriegertempel gehören zur neuen Stadt um 900 bis 1050. Im 11. Jahrhundert, in einer Zeit schwerer Dürren, verlor die Stadt ihre Macht.
Was ist heute zu sehen?
Die Kukulcán-Pyramide (El Castillo) mit ihren vier Treppen, der Große Ballspielplatz mit dem Jaguartempel, der Kriegertempel mit den Tausend Säulen, die Heilige Cenote am Ende des Prozessionswegs, südlich davon der Caracol und Las Monjas. Besteigen ist überall verboten.
Wie lange braucht man?
Zwei bis drei Stunden für die Nordgruppe und Alt-Chichén, mit dem Gran Museo einen halben Tag. Ab Cancún kommt die Fahrt von je drei Stunden dazu; wer früh um 8 Uhr da ist, hat die Plattform zwei Stunden fast für sich. Unsere Karte hat drei Routen.
Der Blick über Yucatán hinaus
Zur selben
Zeit, anderswo.
Als Chichén Itzá um 1000 blühte, lag Tikal seit einem Jahrhundert verlassen unter dem Wald, in Rom diente das Kolosseum als Steinbruch, und in Angkor standen erst die ersten Tempelberge. Zieh den Zeiger und entdecke die anderen Stätten.

- 100 v. Chr. – 79 n. Chr. Die bewohnte Stadt

- 600 v. Chr. – 90 v. Chr. Vor Rom
- 89 v. Chr. – 61 n. Chr. Römisches Municipium
- 62 n. Chr. – 78 n. Chr. Nach dem Erdbeben
- 79 n. Chr. – 79 n. Chr. Der Untergang

- 500 v. Chr. – 200 v. Chr. Das Forum der Republik
- 199 v. Chr. – 1 v. Chr. Villen am Palatin
- 1 n. Chr. – 79 n. Chr. Neros See im Tal
- 80 n. Chr. – 437 n. Chr. Das Amphitheater in Betrieb
- 438 n. Chr. – 599 n. Chr. Letzte Spiele
- 600 n. Chr. – 1348 n. Chr. Festung, Werkstatt, Steinbruch
- 1349 n. Chr. – 1500 n. Chr. Nach dem Erdbeben von 1349

- 600 v. Chr. – 481 v. Chr. Noch ohne den Parthenon
- 480 v. Chr. – 448 v. Chr. Nach der persischen Zerstörung
- 447 v. Chr. – 433 v. Chr. Ein Monument entsteht
- 432 v. Chr. – 399 n. Chr. Das klassische Ensemble
- 400 n. Chr. – 1000 n. Chr. Andere Nutzungen, derselbe Felsen

- 300 v. Chr. – 1 v. Chr. Der hellenistische Stadtrahmen
- 1 n. Chr. – 149 n. Chr. Römisches Wohnen
- 150 n. Chr. – 269 n. Chr. Die Zeit der Bibliothek
- 270 n. Chr. – 800 n. Chr. Ein Bau bekommt eine neue Rolle

- 1 n. Chr. – 149 n. Chr. Die Stadt wächst
- 150 n. Chr. – 249 n. Chr. Eine Achse für die Stadt
- 250 n. Chr. – 599 n. Chr. Leben zwischen den Monumenten
- 600 n. Chr. – 700 n. Chr. Das Zentrum im Umbruch

- 600 v. Chr. – 199 n. Chr. Vor den großen Tempeln
- 200 n. Chr. – 694 n. Chr. Eine Stadt der klassischen Maya
- 695 n. Chr. – 733 n. Chr. Nach dem Sieg über Calakmul
- 734 n. Chr. – 799 n. Chr. Monument und Erinnerung
- 800 n. Chr. – 950 n. Chr. Eine urbane Welt im Wandel

- 600 n. Chr. – 849 n. Chr. Das alte Chichén
- 850 n. Chr. – 899 n. Chr. Zwischen zwei Städten
- 900 n. Chr. – 1049 n. Chr. Die Blüte der neuen Stadt
- 1050 n. Chr. – 1199 n. Chr. Nach dem Fall
- 1200 n. Chr. – 1250 n. Chr. Die Zeit Mayapáns

- 800 n. Chr. – 1112 n. Chr. Vor Angkor Wat
- 1113 n. Chr. – 1150 n. Chr. Ein Tempel entsteht
- 1151 n. Chr. – 1180 n. Chr. Nach dem Bauherrn
- 1181 n. Chr. – 1295 n. Chr. Die Zeit Jayavarmans VII. und danach
- 1296 n. Chr. – 1350 n. Chr. Zhou Daguans Angkor
- 1351 n. Chr. – 1430 n. Chr. Dürren und Monsun
- 1431 n. Chr. – 1500 n. Chr. Die Hauptstadt zieht weiter
Die Bänder zeigen redaktionelle Zeitfenster unserer Geschichten, keine vollständigen Siedlungsgeschichten. Phasengrenzen ordnen die Erzählung; nicht jede Veränderung lässt sich auf ein Jahr datieren. Fotos zeigen den erhaltenen Zustand, nicht das gewählte Jahr. Heutige Küsten dienen zur Orientierung.
Vom Bildschirm auf die große Plattform
Chichén Itzá selbst erleben
Die Zone ist täglich ab 8 Uhr geöffnet, letzter Einlass 16 Uhr; das Ticket gibt es online beim INAH oder an der Kasse am Haupteingang, seit 2026 als ein Ticket für Bund und Land inklusive Gran Museo. Führungen ab Cancún, Playa del Carmen, Mérida oder Valladolid bündeln Fahrt, Guide und eine Cenote; wer allein kommt, nimmt einen zertifizierten Guide am Eingang.
Werbelink: Bei einer Buchung über GetYourGuide können wir eine Provision erhalten. Die historische Darstellung bleibt davon unabhängig.
Quellen und Einordnung
Die Angaben auf dieser Übersichtsseite stützen sich auf die UNESCO, das INAH und aktuelle Forschung zu Chronologie und Dürre; die Unterseiten nennen ihre Quellen jeweils am Inhalt.
- UNESCO: Pre-Hispanic City of Chichen-Itza
- INAH: Zona Arqueológica de Chichén Itzá (Lage, Zeiten, Preise)
- INAH-Boletín: Aspectos calendáricos y astronómicos de El Castillo (28.04.2026)
- INAH-Boletín: Operativo Equinoccio de Primavera 2026
- Science Advances 11 (2025): Classic Maya response to multiyear seasonal droughts in Northwest Yucatán
Bilder und Nutzungsrechte
Kukulcán-Pyramide (El Castillo), Nordseite: Foto Arian Zwegers, 2013, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons. Karte: eigener Plan auf Basis von OpenStreetMap-Daten (ODbL).
Angkor Wat von Westen über den Lotusteich, aufgenommen am 10. Dezember 2019. Balon Greyjoy / Wikimedia Commons · CC0 1.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Die Kukulcán-Pyramide (El Castillo) in Chichén Itzá, Nordseite mit der restaurierten Treppe, gesehen von der Großen Plattform. Aufnahme vom 31. Mai 2013. Arian Zwegers / Wikimedia Commons · CC BY 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Die Ausgrabung von Herculaneum von der Zugangsrampe aus: unten die Bootshäuser am antiken Strand, darüber die Terrasse des Marcus Nonius Balbus, die Stadt und der Vesuv; oben das heutige Ercolano. Aufnahme vom 27. März 2023. Diego Delso / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Blick vom oberen Zuschauerrang in das Kolosseum: freigelegtes Hypogäum, der teilweise rekonstruierte Arenaboden und die gegenüberliegenden Ränge. Aufnahme vom 15. September 2022. Diego Delso / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Blick vom Pnyx auf die Akropolis von Athen mit dem Parthenon, aufgenommen am 20. Mai 2020. George E. Koronaios / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Die Fassade der Celsus-Bibliothek in Ephesos, Türkei, aufgenommen am 8. April 2015. Carole Raddato / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Tempel I an der Großen Plaza von Tikal, Guatemala. Aufnahme vom 26. Juni 2015. Kaldari / Wikimedia Commons · CC0 1.0. Auf maximal 1600 Pixel Kantenlänge verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Blick über die Straße der Toten in Teotihuacán: rechts die Sonnenpyramide, am Ende der Achse die Mondpyramide. Aufnahme vom 27. Dezember 2017. Ralibreros112 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf maximal 1600 Pixel Kantenlänge verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Die Große Plaza von Tikal mit Tempel I, gesehen von Tempel II; links die Treppe der Nordakropolis, rechts die Zentralakropolis. Aufnahme vom 21. Juli 2010. Mario Bollini / Wikimedia Commons · CC BY 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
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