KI-Vision: So könnte das Forum von Pompeji vor dem Ausbruch 79 n. Chr. ausgesehen haben, mit bemaltem Jupitertempel, zweistöckiger Säulenhalle, Marktständen und Menschen, dahinter der grüne Vesuv
KI-Vision: Vesuvausbruch 79 n. Chr. über Pompeji, eine riesige Eruptionswolke über dem Vulkan, schwefelgelber Himmel, Menschen fliehen über das Forum
KI-Vision: Pompeji nach dem Ausbruch, das Forum unter Bimsstein und Asche begraben, nur Tempeldach und Oberkanten der Bauten ragen heraus, winzige Gestalten graben
KI-Vision: Weinberge, Olivenbäume und ein Bauernhaus über dem verschütteten Pompeji um 1600, dahinter der bewaldete Vesuv
KI-Vision: Ausgrabung von Pompeji im 19. Jahrhundert, Arbeiter mit Körben zwischen Aushubhaufen, ein Mann mit Zylinder, halb freigelegte Ruinen des Forums, über dem Vesuv eine Rauchfahne
KI-Vision: letzter Ausbruch des Vesuv im März 1944 über den Ruinen von Pompeji, Lava an der Flanke, Soldaten und ein Jeep neben einem Bombentrichter auf dem Forum
Pompeji heute: das Forum mit Säulenstümpfen, Resten des Jupitertempels, den Bögen und dem Vesuv, rechts der Monte Somma, einige Besucher (Foto)
Belegt Jupitertempel auf hohem Podium am Nordende des ForumsBelegt Zweistöckige Säulenhalle an der WestseiteVermutet Gerüst: Reparaturen nach dem Erdbeben von 62/63Vermutet Form des Vesuvs vor 79: vermutlich ein einzelner, höherer GipfelErfunden Menschen, Kleidung, Marktstände, Farben
Belegt Eruptionssäule, von Plinius als Pinie beschriebenBelegt Stundenlanger Bimssteinregen über PompejiVermutet Licht und Farbe des HimmelsErfunden Einzelne Fluchtszenen, Tiere, Menschen
Belegt Vier bis sechs Meter Bimsstein und AscheBelegt Antike Suchstollen und spätere, ärmliche Bewohner der RuinenVermutet Eingebrochener Gipfel nach dem AusbruchErfunden Wie weit Tempel und Hallen tatsächlich herausragten
Belegt Weinbau auf der verschütteten StadtBelegt Fontanas Kanal unterquert Pompeji, ab 1594Vermutet Bewaldeter Vesuv vor dem Ausbruch von 1631Erfunden Bauernhaus, Hirte, genaue Landschaft
Belegt Freilegung des Forums im frühen 19. JahrhundertBelegt Vesuv im 19. Jahrhundert häufig aktivErfunden Arbeiter, Kleidung, Zylinder, genaue Grabungsgruben
Belegt Ausbruch im März 1944, der bislang letzteBelegt Bombenschäden in Pompeji 1943Erfunden Trichter an genau dieser Stelle, Soldaten, Jeep
Belegt Jupitertempel: erhaltenes Podium und SäulenstümpfeBelegt Monte Somma, Rest des alten VulkangipfelsBelegt Bogen an der Nordseite des Forums

KI-Vision · künstlerische Freiheit

Untergang von Pompeji: ein Blick, zweitausend Jahre

Du stehst an einer einzigen Stelle, auf dem Forum von Pompeji. Die Zeit läuft, du nicht. Scrolle durch den Untergang von Pompeji: vom Markttag vor dem Vesuvausbruch im Jahr 79 über Asche, Wiesen und Schatzsucher bis zu dem Ort, an dem du heute selbst stehen kannst.

Ich bin Ada Falk. Ich habe mein Leben damit verbracht, im Dreck nach anderen Leben zu suchen, und Pompeji ist der Ort, an den ich immer wieder zurückkehre. Ich führe dich.

Ada ist eine erfundene Erzählerin. Die Geschichte ist echt: Alle Fakten und Zitate sind belegt, die Quellen stehen am Ende. Die Bilder sind KI-Visionen, keine wissenschaftliche Rekonstruktion. Was belegt ist, zeigt dir der Knopf „Was ist hier belegt?“.

KI-Vision: So könnte das Forum von Pompeji vor dem Ausbruch 79 n. Chr. ausgesehen haben, mit bemaltem Jupitertempel, zweistöckiger Säulenhalle, Marktständen und Menschen, dahinter der grüne Vesuv

Tagebuch 1 / 7 · 79 n. Chr. · ein Vormittag

Pompeji vor dem Ausbruch: Der Nabel der Stadt

Stell dich hierher, an den Südrand des Forums, und schau nach Norden. Vor dir der Jupitertempel auf seinem hohen Podium, links die zweistöckige Säulenhalle, rechts und links die Ehrenbögen. Hier wird gehandelt, gewählt, gestritten und geklatscht. Und auf die Wände der Basilika nebenan kritzeln die Leute, was sie bewegt: Wahlempfehlungen, Liebesschwüre, Beleidigungen. So ungefähr könnte Pompeji vor dem Ausbruch ausgesehen haben: bunt verputzt, voller Statuen, Stände und Stimmen.

Siehst du das Gerüst am Tempel? Ein Erdbeben hat die Stadt im Jahr 62 oder 63 schwer beschädigt, und noch immer ist nicht alles repariert. Der grüne Berg da hinten ist für die Pompejaner ein Weinberg. Nur der Geograf Strabon hatte bemerkt, dass das Gestein am Gipfel aussieht, als hätte es einmal gebrannt.

Stimme aus der Zeit

„Ich staune, Wand, dass du noch nicht eingestürzt bist, bei all dem Geschreibsel, das du ertragen musst.“

Wandinschrift aus Pompeji, CIL IV 1904 (u. a. in der Basilika am Forum). Eigene Übersetzung.

Bild: KI-Vision, keine wissenschaftliche Rekonstruktion.

KI-Vision: Vesuvausbruch 79 n. Chr. über Pompeji, eine riesige Eruptionswolke über dem Vulkan, schwefelgelber Himmel, Menschen fliehen über das Forum

Tagebuch 2 / 7 · 79 n. Chr. · gegen Mittag

Der Vesuvausbruch im Jahr 79: Der Berg, der eine Pinie wurde

Gegen Mittag reißt der Berg auf. Eine Säule aus Gas, Asche und Bimsstein schießt rund 30 Kilometer hoch in den Himmel, und der Wind treibt sie nach Südosten, genau über Pompeji. Stundenlang prasseln Bimssteine herab, bis Dächer unter der Last einbrechen.

Das Grausame und zugleich Tröstliche: Die meisten Menschen fliehen in diesen ersten Stunden, und das rettet sie. Wer bleibt, stirbt am nächsten Morgen, als Glutlawinen aus heißem Gas und Asche durch die Straßen rasen. Übrigens ist nicht einmal das Datum sicher. Der 24. August stammt aus den Handschriften der Plinius-Briefe, und die überliefern nicht alle dasselbe Datum. Eine 2018 entdeckte Kohle-Inschrift spricht für den Oktober.

Augenzeuge

„Ihre Gestalt glich keinem Baum so sehr wie einer Pinie. Denn wie auf einem sehr hohen Stamm emporgehoben, breitete sie sich in einige Äste aus.“

Plinius der Jüngere, Briefe 6,16, über die Wolke, die er aus Misenum sah. Eigene Übersetzung.

Bild: KI-Vision, keine wissenschaftliche Rekonstruktion.

KI-Vision: Pompeji nach dem Ausbruch, das Forum unter Bimsstein und Asche begraben, nur Tempeldach und Oberkanten der Bauten ragen heraus, winzige Gestalten graben

Tagebuch 3 / 7 · 79 n. Chr. · Tage danach

Pompeji unter der Asche: Eine Stadt versinkt

Zwei Tage später liegt Pompeji unter vier bis sechs Metern Bimsstein und Asche. Was herausragt, sieht aus wie ein gestrandetes Schiff. Und dann kommen die Ersten zurück: Überlebende und Plünderer graben Stollen zu ihren Häusern, zu Statuen, zu Geldtruhen. Archäologen stoßen bis heute auf diese antiken Suchgänge.

Kaiser Titus schickt Senatoren, die den Wiederaufbau Kampaniens organisieren sollen. Eine Stadt wie vorher entsteht hier nie wieder. Ganz leer bleibt der Ort aber nicht: Neuere Grabungen zeigen, dass Menschen noch lange ärmlich in den herausragenden Ruinen hausten, wohl bis in die Spätantike. Auch der Berg ist nicht mehr derselbe: Sein Gipfel ist eingebrochen, und in den folgenden Jahrhunderten wächst im Krater ein neuer Kegel heran, der, den du heute siehst.

Ein Dichter, neun Jahre später

„Dies ist der Vesuv, eben noch grün vom Schatten der Reben. Alles liegt nun da, versunken in Flammen und trauriger Asche.“

Martial, Epigramme 4,44, um 88 n. Chr. Eigene Übersetzung.

Bild: KI-Vision, keine wissenschaftliche Rekonstruktion.

KI-Vision: Weinberge, Olivenbäume und ein Bauernhaus über dem verschütteten Pompeji um 1600, dahinter der bewaldete Vesuv

Tagebuch 4 / 7 · um 1600

Die vergessene Stadt: Wiesen über den Dächern

Die Stadt ist vergessen. Die Bauern nennen den Hügel nur „la Civita“, die Stadt, ohne zu wissen, welche. Auf der fruchtbaren Vulkanerde wächst Wein.

Jetzt kommt meine Lieblingsgeschichte. Ab 1594 lässt der Architekt Domenico Fontana einen Kanal graben, der Wasser des Sarno zu Mühlen an der Küste leiten soll, quer durch das verschüttete Pompeji. Seine Arbeiter stoßen auf Mauern, Wandmalereien und Inschriften. Und Fontana? Gräbt einfach weiter. Der Kanal unterquert die Stadt bis heute. 1631 erwacht dann der Vesuv mit einem gewaltigen Ausbruch und tötet Tausende in den Orten an seinen Hängen.

Fundstück

„Canale Conte di Sarno, gebaut ab 1594. Ein Wasserkanal, der mitten durch eine römische Stadt führt, deren Namen niemand kennt.“

Zusammenfassung nach den Angaben des Parco Archeologico di Pompei.

Bild: KI-Vision, keine wissenschaftliche Rekonstruktion.

KI-Vision: Ausgrabung von Pompeji im 19. Jahrhundert, Arbeiter mit Körben zwischen Aushubhaufen, ein Mann mit Zylinder, halb freigelegte Ruinen des Forums, über dem Vesuv eine Rauchfahne

Tagebuch 5 / 7 · 1748 bis 1863

Wiederentdeckung und Ausgrabung: Die Schatzsucher

1748 beginnen Grabungen im Auftrag des bourbonischen Königs von Neapel. Gesucht werden Statuen und Schätze für die königliche Sammlung, nicht Geschichte. Welche Stadt man da ausgräbt, klärt erst 1763 eine Inschrift, die die „res publica Pompeianorum“ nennt. Das Forum wird im frühen 19. Jahrhundert freigelegt. Pompeji wird Pflichtstation für Reisende auf der Grand Tour, und der Vesuv raucht dazu wie bestellt.

1863 hat der Ausgräber Giuseppe Fiorelli eine geniale und makabre Idee. Er gießt Gips in die Hohlräume, die die Körper der Opfer in der erhärteten Asche hinterlassen haben. Plötzlich hat die Katastrophe Gesichter. Versteinert sind diese Menschen übrigens nicht, auch wenn man es oft liest: In vielen Abgüssen stecken ihre Knochen, umhüllt von Gips.

Ein Besucher

„Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte.“

Johann Wolfgang von Goethe, Italienische Reise, Neapel, März 1787.
Historisches Schwarzweißfoto: Säulenhalle am Forum von Pompeji mit Blick nach Norden
Kein KI-Bild: eine echte Fotografie, um 1875 bis 1900, Säulenhalle am Forum. Rijksmuseum Amsterdam, CC0.

Bild: KI-Vision, keine wissenschaftliche Rekonstruktion.

KI-Vision: letzter Ausbruch des Vesuv im März 1944 über den Ruinen von Pompeji, Lava an der Flanke, Soldaten und ein Jeep neben einem Bombentrichter auf dem Forum

Tagebuch 6 / 7 · 1943 und 1944

Der letzte Ausbruch des Vesuv 1944: Bomben und Lava

Im August und September 1943 fallen alliierte Bomben auf Pompeji, weit über hundert. Sie treffen Häuser, Straßen und das kleine Museum der Ausgrabung. Vieles wird nach dem Krieg wieder aufgebaut, manches ist verloren.

Ein halbes Jahr später, im März 1944, bricht der Vesuv aus, bis heute zum letzten Mal. Lava zerstört die Orte San Sebastiano und Massa di Somma. Auf einem Flugfeld der US-Luftwaffe bei Terzigno zerstören Asche und glühende Brocken rund 80 Bomber. Soldaten fotografieren und filmen den Ausbruch, und ihre Aufnahmen gehen um die Welt.

Fundstück

„Über 160 Bomben auf die Ausgrabung, verteilt auf mehrere Angriffe im Spätsommer 1943.“

Nach L. García y García, Danni di guerra a Pompei, 2006.

Bild: KI-Vision, keine wissenschaftliche Rekonstruktion.

Pompeji heute: das Forum mit Säulenstümpfen, Resten des Jupitertempels, den Bögen und dem Vesuv, rechts der Monte Somma, einige Besucher (Foto)

Tagebuch 7 / 7 · Heute

Pompeji heute: Und jetzt du

Das ist echt. Genau dieser Blick wartet auf dich: ein weiter Platz aus Stein und Staub, die Stümpfe des Tempels, die Bögen und der Vesuv, rechts daneben der Grat des Monte Somma, der Rest des alten Gipfels.

Pompeji ist keine abgeschlossene Geschichte. Rund ein Drittel der Stadt liegt noch unter der Erde, und in der Regio V wird weiter gegraben. Dort fand man 2018 die Kohle-Inschrift, die das Ausbruchsdatum ins Wanken brachte. Und der Vesuv? Schläft. Hunderttausende Menschen leben in der roten Zone an seinen Hängen.

Fundstück, 2018

„XVI K NOV: am sechzehnten Tag vor den Kalenden des November, also am 17. Oktober.“

Kohle-Inschrift aus der Regio V, Parco Archeologico di Pompei. Das Jahr nennt sie nicht; vermutlich stammt sie aus dem Herbst 79.

Echtes Foto: Gary Todd, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.

Deine Expedition

Das Forum von Pompeji besuchen: Stell dich genau hierhin

„Den Rest musst du selbst sehen. Und glaub mir: Wenn du dort stehst und die Augen halb zumachst, siehst du die Markisen.“ Ada Falk

  1. Eingang Porta Marina. Er liegt dem Forum am nächsten. Dahinter geht es bergauf über die Via Marina, rechts die Basilika, links der Apollotempel.
  2. Auf das Forum und nach Süden. Nach wenigen Minuten öffnet sich der Platz. Geh ein Stück in die südliche Hälfte.
  3. Umdrehen, nach Norden schauen. Tempel, Bögen und Vesuv stehen jetzt in einer Linie, wie auf dem letzten Bild.
  • Leer und schön: direkt zur Öffnung oder am späten Nachmittag. Die Tempelfront schaut nach Süden und hat fast den ganzen Tag Licht.
  • Kaum Schatten: Auf dem Forum gibt es fast keinen. Wasser mitnehmen; in der Ausgrabung gibt es Trinkbrunnen.
  • Vorab prüfen: Preise, Öffnungszeiten und welches Ticket sich lohnt, stehen in unserem Ratgeber Pompeji Tickets und Eintritt. Wege können sich ändern.

Auf einen Blick

Der Untergang von Pompeji in Fakten

Ausbruch
79 n. Chr., vermutlich im Oktober; der Tag ist umstritten
Verschüttet
unter 4 bis 6 Metern Bimsstein und Asche
Gefundene Opfer
rund 1.150 Menschen
Wiederentdeckung
Grabungen ab 1748, Name gesichert 1763
Ausgegraben
etwa zwei Drittel der Stadt
Letzter Vesuvausbruch
März 1944

Häufige Fragen zum Untergang von Pompeji

Wann ging Pompeji unter?

Im Jahr 79 n. Chr. Lange galt der 24. August als Tag des Ausbruchs; so steht es in den meisten Handschriften der Briefe von Plinius dem Jüngeren. Eine 2018 gefundene Kohle-Inschrift, datiert auf den 17. Oktober, spricht aber dafür, dass der Vesuv erst im Herbst ausbrach, vermutlich im Oktober.

Wie lange dauerte der Untergang von Pompeji?

Etwa einen Tag. Gegen Mittag begann der Ausbruch, bis in die Nacht fielen Bimssteine auf die Stadt. Am Morgen des zweiten Tages erreichten Glutlawinen aus heißem Gas und Asche Pompeji und töteten alle, die noch dort waren.

Wie viele Menschen starben in Pompeji?

Bisher wurden in Pompeji die Überreste von rund 1.150 Menschen gefunden. Weil etwa ein Drittel der Stadt noch nicht ausgegraben ist, lag die tatsächliche Zahl höher. Die Einwohnerzahl wird meist auf rund 10.000 geschätzt; die meisten konnten wohl fliehen.

Hat jemand den Untergang von Pompeji überlebt?

Ja, vermutlich sogar die Mehrheit. Wer in den ersten Stunden floh, hatte gute Chancen. Inschriften aus Nachbarstädten wie Neapel, Puteoli und Cumae deuten darauf hin, dass sich Familien aus Pompeji dort neu niederließen. Neuere Grabungen zeigen außerdem, dass Menschen später wieder zwischen den Ruinen wohnten.

Sind die Menschen in Pompeji versteinert?

Nein. Die berühmten Figuren sind Gipsabgüsse. Die Körper der Opfer zersetzten sich in der erhärteten Asche und hinterließen Hohlräume. Ab 1863 ließ Giuseppe Fiorelli diese mit Gips ausgießen; in vielen Abgüssen stecken noch Knochen. DNA-Analysen von 2024 zeigten, dass manche überlieferte Deutung nicht stimmt, etwa bei einer vermeintlichen Mutter mit Kind.

Wann wurde Pompeji entdeckt?

Schon ab 1594 durchstießen Arbeiter beim Bau eines Kanals Mauern der Stadt, ohne sie zu erkennen. Die eigentlichen Ausgrabungen begannen 1748 im Auftrag der bourbonischen Könige von Neapel. Dass es sich um Pompeji handelt, bewies erst 1763 eine Inschrift.

Ist Pompeji komplett ausgegraben?

Nein. Rund zwei Drittel der antiken Stadt sind freigelegt, etwa ein Drittel liegt noch unter der Erde. Der Archäologische Park gräbt weiter, zum Beispiel in der Regio V, wo 2018 die Kohle-Inschrift zum Ausbruchsdatum gefunden wurde.

Wie sah Pompeji vor dem Ausbruch aus?

Viel bunter als heute. Die Gebäude waren verputzt und bemalt, auf dem Forum standen Statuen, es gab Läden, Garküchen und Werkstätten, und die Wände waren voller Aufschriften. Die Bilder dieser Seite sind KI-Visionen, die ein Gefühl vermitteln sollen. Wie ein einzelnes Haus aufgebaut war, zeigt unsere Führung durch das Haus des tragischen Dichters.

Wann ist der Vesuv zuletzt ausgebrochen?

Im März 1944. Seitdem ist er ruhig, gilt aber als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt, weil Hunderttausende Menschen an seinen Hängen leben. Das Osservatorio Vesuviano, 1841 als erstes Vulkanobservatorium der Welt gegründet, überwacht ihn rund um die Uhr.

Wie heißt Pompeji heute?

Auf Italienisch heißen die antike Stadt und die moderne Stadt direkt neben der Ausgrabung Pompei. Die Ausgrabung gehört zum Parco Archeologico di Pompei und ist seit 1997 UNESCO-Welterbe.

Über diese Bilder

Die Bilder der Zeitstufen 1 bis 6 sind KI-Visionen; die bewegten Szenen in den ersten beiden Zeitstufen sind KI-Videos auf Grundlage dieser Bilder. Erzeugt wurden sie mit Nano Banana Pro (Google Gemini) und Kling über fal.ai; Ausgangspunkt war ein gemeinfreies Foto des heutigen Forums. Sie sollen ein Gefühl vermitteln und sind keine wissenschaftliche Rekonstruktion: Menschen, Kleidung, Farben und Szenen sind erfunden, und die Gebäude folgen dem Befund nur in groben Zügen. Die Bilddateien sind als KI-generiert gekennzeichnet (IPTC). Das letzte Bild ist ein echtes Foto, ebenso das historische Foto im Kapitel „Die Schatzsucher“.

Quellen und Stand

Text: Daniela Pieper, Redaktion Back in Time Travel. Stand: 25.09.2026. Fachlich geprüft von Dr. Heike-Doreen Klein, Oberstudienrätin für Geschichte, Berlin, am 25.09.2026. Übersetzungen antiker Texte sind eigene, gekürzte Übersetzungen.

  1. Plinius der Jüngere, Epistulae 6,16 und 6,20 (lateinischer Text)
  2. Martial, Epigrammata Buch 4, Nr. 44 (lateinischer Text)
  3. Sueton, Titus 8: Hilfe für Kampanien nach dem Ausbruch (lateinischer Text)
  4. Parco Archeologico di Pompei: Geschichte der Ausgrabungen und aktuelle Forschung
  5. GEO: Pompeji wurde nach der Katastrophe wiederbesiedelt
  6. wissenschaft.de: DNA enthüllt Irrtümer bei der Zuordnung der Pompeji-Toten (2024)
  7. GEO: Was Gipsabgüsse aus Pompeji erzählen
  8. INGV Osservatorio Vesuviano: der Vesuv und der Ausbruch von 1944
  9. UNESCO-Welterbe: Archäologische Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata
  10. Wandinschrift CIL IV 1904 (Corpus Inscriptionum Latinarum, Band IV).
  11. Strabon, Geographika 5,4,8, zum Aussehen des Vesuvgipfels.
  12. J. W. von Goethe, Italienische Reise, Eintrag aus Neapel, März 1787.
  13. L. García y García: Danni di guerra a Pompei. Rom 2006.
Bildnachweise

Heutiges Forum und Ausgangsbild der KI-Visionen: Gary Todd, Wikimedia Commons, gemeinfrei (Public Domain). Verkleinert.

Historisches Foto: Säulenhalle am Forum, um 1875 bis 1900, Rijksmuseum Amsterdam (RP-F-00-4206), Wikimedia Commons, CC0. Ausschnitt ohne Karton.

KI-Visionen: Back in Time Travel, erzeugt mit Nano Banana Pro und Kling über fal.ai, 25.09.2026. Keine wissenschaftliche Rekonstruktion.

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