
Ercolano · Golf von Neapel · Kampanien
Herculaneum.
Die Stadt unter der Stadt.
Häuser mit Obergeschossen, Holztüren, Betten, eine ganze Bibliothek aus verkohlten Rollen, und am Strand die Gewölbe, in denen dreihundert Menschen auf die Boote warteten: Herculaneum ist kleiner als Pompeji und hat mehr bewahrt, weil es nicht Bimsstein, sondern Glutströme begruben. Hier findest du alles für deine Reise: die Geschichte von der Stadt am Meer bis zur Wiederöffnung des Strandes, Tickets und Eintritt mit der Frage „Pompeji oder Herculaneum?“, die Anreise ab Neapel und Sorrent, einen eigenen Plan der Ausgrabung.
Herculaneum lag auf einem Vorsprung direkt am Meer, zehn Kilometer von Pompeji, mit rund 4.000 Einwohnern. Im Jahr 79 erreichten die Stadt zuerst kaum Bimssteine, dann in der Nacht Glutwolken von rund 400 Grad, die alles unter zwanzig Metern Vulkangestein einschlossen; deshalb stehen hier Obergeschosse und Holztreppen. 1709 traf ein Brunnen das Theater, ab 1738 gruben die Bourbonen Tunnel, ab 1927 legte Amedeo Maiuri viereinhalb Hektar frei. Der Rest liegt unter dem heutigen Ercolano. Seit 1997 Welterbe, seit 2024 mit begehbarem antikem Strand. Quelle: UNESCO
Vier Wege in die Stadt
Verstehen, planen,
zurechtfinden
01KI-Vision79Die Nacht am StrandVom Strand mit den Booten am Nachmittag des Ausbruchs über die Glutwolke der Nacht, die Weinberge von Resina über der verschütteten Stadt und Maiuris Grabung bis heute: die Zeitreise von der Rampe.Zeitreise starten
02Echtes Foto79 n. Chr.Die GeschichteVon der Stadt am Meer über die Nacht der Glutströme, die Tunnel der Bourbonen und die Bibliothek der Villa dei Papiri bis zu den Skeletten in den Bootshäusern.Geschichte lesen
03Geprüft 25.09.20262026Tickets & Eintritt16 Euro, 2 Euro für 18- bis 25-Jährige aus der EU, frei am ersten Sonntag, Öffnungszeiten, Circumvesuviana ab Neapel, und die Frage: Pompeji oder Herculaneum?Besuch planen
04Eigener Plan20 OrteDie KartePlan der Ausgrabung mit Bootshäusern, Terrasse des Balbus, den Häusern mit Obergeschossen, Thermen, Eingängen, Bahnhof und Parkplatz.Karte öffnen Herculaneum in Kürze
Herculaneum in Kürze
Wo liegt Herculaneum?
In Ercolano am Golf von Neapel, zehn Kilometer südöstlich von Neapel und zehn Kilometer nordwestlich von Pompeji, am Fuß des Vesuv. Der Bahnhof Ercolano Scavi der Circumvesuviana liegt zehn Gehminuten oberhalb des Eingangs am Corso Resina.
Wann ging Herculaneum unter?
Im Jahr 79 n. Chr., beim selben Ausbruch des Vesuv wie Pompeji, aber anders: Am ersten Tag fiel hier wenig Bimsstein, in der Nacht kamen Glutwolken und Schlammströme, die die Stadt unter rund zwanzig Metern begruben. Das genaue Datum, 24. August oder Herbst, ist umstritten.
Was ist heute zu sehen?
Rund viereinhalb Hektar freigelegte Stadt: Häuser mit Obergeschossen und verkohltem Holz, Forumsthermen und Vorstadtthermen, die Palästra, die Terrasse des Balbus, der antike Strand mit den Bootshäusern, Antiquarium und Bootspavillon. Villa dei Papiri und Theater sind derzeit nicht frei zugänglich.
Wie lange braucht man?
Zwei bis drei Stunden für die Stadt, mit Antiquarium und Strand einen halben Tag. Herculaneum und Pompeji an einem Tag gehen mit der Circumvesuviana, sind aber lang; unsere Ticketseite hilft bei der Wahl.
Der Blick über den Golf hinaus
Zur selben
Zeit, anderswo.
Als Herculaneum im Jahr 79 unterging, wurde in Rom gerade das Kolosseum fertig, in Teotihuacán entstand die Straße der Toten, und Tikal zählte die ersten Könige. Zieh den Zeiger und entdecke die anderen Stätten.

- 100 v. Chr. – 79 n. Chr. Die bewohnte Stadt

- 600 v. Chr. – 90 v. Chr. Vor Rom
- 89 v. Chr. – 61 n. Chr. Römisches Municipium
- 62 n. Chr. – 78 n. Chr. Nach dem Erdbeben
- 79 n. Chr. – 79 n. Chr. Der Untergang

- 500 v. Chr. – 200 v. Chr. Das Forum der Republik
- 199 v. Chr. – 1 v. Chr. Villen am Palatin
- 1 n. Chr. – 79 n. Chr. Neros See im Tal
- 80 n. Chr. – 437 n. Chr. Das Amphitheater in Betrieb
- 438 n. Chr. – 599 n. Chr. Letzte Spiele
- 600 n. Chr. – 1348 n. Chr. Festung, Werkstatt, Steinbruch
- 1349 n. Chr. – 1500 n. Chr. Nach dem Erdbeben von 1349

- 600 v. Chr. – 481 v. Chr. Noch ohne den Parthenon
- 480 v. Chr. – 448 v. Chr. Nach der persischen Zerstörung
- 447 v. Chr. – 433 v. Chr. Ein Monument entsteht
- 432 v. Chr. – 399 n. Chr. Das klassische Ensemble
- 400 n. Chr. – 1000 n. Chr. Andere Nutzungen, derselbe Felsen

- 300 v. Chr. – 1 v. Chr. Der hellenistische Stadtrahmen
- 1 n. Chr. – 149 n. Chr. Römisches Wohnen
- 150 n. Chr. – 269 n. Chr. Die Zeit der Bibliothek
- 270 n. Chr. – 800 n. Chr. Ein Bau bekommt eine neue Rolle

- 1 n. Chr. – 149 n. Chr. Die Stadt wächst
- 150 n. Chr. – 249 n. Chr. Eine Achse für die Stadt
- 250 n. Chr. – 599 n. Chr. Leben zwischen den Monumenten
- 600 n. Chr. – 700 n. Chr. Das Zentrum im Umbruch

- 600 v. Chr. – 199 n. Chr. Vor den großen Tempeln
- 200 n. Chr. – 694 n. Chr. Eine Stadt der klassischen Maya
- 695 n. Chr. – 733 n. Chr. Nach dem Sieg über Calakmul
- 734 n. Chr. – 799 n. Chr. Monument und Erinnerung
- 800 n. Chr. – 950 n. Chr. Eine urbane Welt im Wandel

- 600 n. Chr. – 849 n. Chr. Das alte Chichén
- 850 n. Chr. – 899 n. Chr. Zwischen zwei Städten
- 900 n. Chr. – 1049 n. Chr. Die Blüte der neuen Stadt
- 1050 n. Chr. – 1199 n. Chr. Nach dem Fall
- 1200 n. Chr. – 1250 n. Chr. Die Zeit Mayapáns

- 800 n. Chr. – 1112 n. Chr. Vor Angkor Wat
- 1113 n. Chr. – 1150 n. Chr. Ein Tempel entsteht
- 1151 n. Chr. – 1180 n. Chr. Nach dem Bauherrn
- 1181 n. Chr. – 1295 n. Chr. Die Zeit Jayavarmans VII. und danach
- 1296 n. Chr. – 1350 n. Chr. Zhou Daguans Angkor
- 1351 n. Chr. – 1430 n. Chr. Dürren und Monsun
- 1431 n. Chr. – 1500 n. Chr. Die Hauptstadt zieht weiter
Die Bänder zeigen redaktionelle Zeitfenster unserer Geschichten, keine vollständigen Siedlungsgeschichten. Phasengrenzen ordnen die Erzählung; nicht jede Veränderung lässt sich auf ein Jahr datieren. Fotos zeigen den erhaltenen Zustand, nicht das gewählte Jahr. Heutige Küsten dienen zur Orientierung.
Vom Bildschirm auf die Rampe
Herculaneum selbst erleben
Der Park ist täglich ab 8:30 Uhr geöffnet, im Sommer bis 19:30 Uhr; das Ticket kostet 16 Euro, online bei CoopCulture oder an der Kasse am Corso Resina. Führungen ab Neapel bündeln Zug, Ticket und Guide; wer allein kommt, geht die Rampe hinunter und hat die Stadt vor sich.
Werbelink: Bei einer Buchung über GetYourGuide können wir eine Provision erhalten. Die historische Darstellung bleibt davon unabhängig.
Quellen und Einordnung
Die Angaben auf dieser Übersichtsseite stützen sich auf die UNESCO, den Parco Archeologico di Ercolano und das Herculaneum Conservation Project; die Unterseiten nennen ihre Quellen jeweils am Inhalt.
- UNESCO: Archaeological Areas of Pompei, Herculaneum and Torre Annunziata
- Parco Archeologico di Ercolano: The Story (Gründung, 89 v. Chr., Grabungen 1828–1875 und 1927–1958)
- Parco Archeologico di Ercolano: The Eruption (400 Grad, 20 Meter, Boot vom 3. August 1982)
- Parco Archeologico di Ercolano: Tickets und Öffnungszeiten
- Herculaneum Conservation Project (seit 2001)
Bilder und Nutzungsrechte
Panorama der Ausgrabung von der Zugangsrampe: Foto Diego Delso, 2023, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons. Karte: eigener Plan auf Basis von OpenStreetMap-Daten (ODbL).
Angkor Wat von Westen über den Lotusteich, aufgenommen am 10. Dezember 2019. Balon Greyjoy / Wikimedia Commons · CC0 1.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Die Kukulcán-Pyramide (El Castillo) in Chichén Itzá, Nordseite mit der restaurierten Treppe, gesehen von der Großen Plattform. Aufnahme vom 31. Mai 2013. Arian Zwegers / Wikimedia Commons · CC BY 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Die Ausgrabung von Herculaneum von der Zugangsrampe aus: unten die Bootshäuser am antiken Strand, darüber die Terrasse des Marcus Nonius Balbus, die Stadt und der Vesuv; oben das heutige Ercolano. Aufnahme vom 27. März 2023. Diego Delso / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Blick vom oberen Zuschauerrang in das Kolosseum: freigelegtes Hypogäum, der teilweise rekonstruierte Arenaboden und die gegenüberliegenden Ränge. Aufnahme vom 15. September 2022. Diego Delso / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Blick vom Pnyx auf die Akropolis von Athen mit dem Parthenon, aufgenommen am 20. Mai 2020. George E. Koronaios / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Die Fassade der Celsus-Bibliothek in Ephesos, Türkei, aufgenommen am 8. April 2015. Carole Raddato / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und in WebP umgewandelt; kein Beschnitt und keine inhaltliche Bildbearbeitung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Tempel I an der Großen Plaza von Tikal, Guatemala. Aufnahme vom 26. Juni 2015. Kaldari / Wikimedia Commons · CC0 1.0. Auf maximal 1600 Pixel Kantenlänge verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Blick über die Straße der Toten in Teotihuacán: rechts die Sonnenpyramide, am Ende der Achse die Mondpyramide. Aufnahme vom 27. Dezember 2017. Ralibreros112 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Auf maximal 1600 Pixel Kantenlänge verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
Die Große Plaza von Tikal mit Tempel I, gesehen von Tempel II; links die Treppe der Nordakropolis, rechts die Zentralakropolis. Aufnahme vom 21. Juli 2010. Mario Bollini / Wikimedia Commons · CC BY 2.0. Auf 1600 Pixel Breite verkleinert und als WebP komprimiert; kein Beschnitt, keine inhaltliche Veränderung. Ausschnitt je nach Bildschirm. Abgeleitete Fotografie unter derselben Lizenz.
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